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Neil Young |
Songs: 69, Alben: 30, Ø(S/A): 2,3
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1969 69 |
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Living with war erscheint 2006 mit Abstand eines halben Jahres gleich zweimal. Die zweite Version, living with war - in the beginning genannt (oberes Cover), rockiger abgemischt (dynamischer und ohne Chor), mit einer zusätzlichen DVD, ist auf jeden Fall die bessere Wahl. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Neil
Young singt fast 80 Minuten lang Geschichten aus dem fiktiven Ort Greendale.
Musikalisch kommt es mir wie eine einzige große Jam-Session vor. Dabei wird sich dem begrenzt aufmerksamen Hörer kaum erschließen, warum Track eins nach genau 7:30 Minuten endet und Track zwei beginnt - abgesehen davon, dass da eine Pause ist. Das selbe gilt für alle weiteren Stücke... Wie gesagt, alles eine einzige große Jam-Session. Eine schluffige Jam-Session! Ralph Molina schlufft die Drums wie in der Endlosschleife. Hinterher schlufft Billy Talbot seinen Bass. Allen voran schlufft Neil Young abwechselnd seine Gitarre und seinen Gesang. Aber es schlufft nicht langweilig, sondern gemütlich entspannt. Und wenn man sich erstmal eingeschlufft hat, dann schlufft man auch bis zum Ende freudig mit... |
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Aus dem Jahr 1966 stammen
die ersten Töne in meinem CD-Regal von Neil Young, damals noch zusammen
mit Stephen Stills u.a. als Buffalo Springfield. Viele, viele Jahrzehnte
später, und nachdem die Young-Fans so ziemlich alles mitgemacht haben,
von den allerhöchsten Höhen, wie z.B. dem 1972er Album "Harvest",
das unbestritten zu den besten Alben aller Zeiten gehört, über
die allertiefsten Tiefen, wie z.B. dem 1982er Album "Trans", das unbestritten
zu den schlechtesten Alben aller Zeiten gehört, hat sich dieser Mann
einen Status erspielt, den man wohl in etwa mit den Worten umschreiben
kann: der darf alles!
Und egal was er macht, immer hat man das Gefühl einer übernatürlichen Wahrheit ein Stück näher gekommen zu sein. Keine schnöde weltliche Wahrheit, nicht, dass man dann irgendwas besser könnte, sondern einer musikalisch spirituellen Wahrheit. Doch, doch, irgendwo liegt da irgendwas Übernatürliches in seiner Musik – ganz sicher! Und nun haben wir es also, das neue Album "are you passionate?", schmeißen es andächtig in den Player und was hören wir? Wir hören eine süffisante Frauenstimme, die da sagt: "Also in der Karaoke-Bar würde man den auslachen!" Sie hat natürlich recht, meine Freundin, aber so würden wir das natürlich nicht formulieren, obwohl es den Opener "you're my girl" in der Tat auf den Punkt bringt. Dabei liebt sie ihn ebenso innig, wie... ja, wie sich das gehört. Mir gefallen die Liebeslieder am besten. Der Kontrast zwischen Youngs schleimig sülzendem Geseiere auf der einen Seite und knackigem Schlagzeug, sowie knarrenden E-Gitarren auf der anderen Seite ist dermaßen aufwühlend – herrlich! Und in diesen Genuss kommt man gleich mehrfach. Jaja, es ist schon ein ziemliches Ich-liebe-Dich-Du-liebst-mich-oder-nicht-Album. ...und das ist auch gut so! Denn schließlich ist Young der Meister des triefenden Love-Songs. Er ist der einzige, bei dem man sich gerne suhlt. Warum? Weil man es ihm abnimmt! Wenn er singt "Hey Baby / I'm your man / I know I treated you bad / But I'm doin' the best I can", dann spürt man, dass er nicht aus niederen Instinkten ein weibliches Wesen besoffen quasselt, sondern mit seinem ganzen Leben hinter diesen Worten steht! Ein Text sticht allerdings
hervor: "I know I said I love you / I know you know it's true / I got to
put the phone down / And do what we gotta do / One standing in the aisle
way / Two more at the door / we got to get inside there / Before they kill
some more."
Zurück zur Musik: Auch
die Freunde schrammelnder Crazy-Horse-Unterstützung kommen mit "going
home" zumindest einmal auf ihre Kosten.
Fazit: Für mich ist
"are you passionate?" kein herausragendes, aber doch ein überdurchschnittliches
Young-Album. Es enthält keine Monster-Songs, aber doch eine Reihe
kleinerer Highlights, und keinen Aussetzer... naja, vielleicht einen: "be
with you" vermittelt den Eindruck, Young wolle eine relativ junge Frau
anbaggern, eine ziemlich relativ junge... so etwa 16-jährig?! Die
würde bestimmt auf die Wort- und Sound-Wahl stehen?! Und dann noch
das zu einem kleinen Poster auffaltbare Booklet... Da kommen mir Zweifel
über die Zielgruppe...
Und DER WAHRHEIT bin ich ganz sicher wieder ein Stück näher gekommen, ehrlich! Glaub' ich. |
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Wie ist dieses Album zu
verstehen? Hätte Neil Young gerne in den 50ern musiziert? 10 Lieder
feinster 50er-Jahre Rock 'n' Roll lassen das glauben. Allerdings deutet
schon das Cover, auf dem Young sich als "Neil and the Shocking Pinks" ankündigt,
darauf hin, dass hier allzu intensives interpretieren vermutlich fehl am
Platz ist. Man muss auch nicht immer seine animalischen Gelüste
auf eine psychoanalytische Ebene herabziehen... Dabei geht nur der Spass
flöten. Und den hatten Young und seine Shocking Pinks bestimmt!
Just enjoy the rollin' 50th! |
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??? - Ratlos steht der Young-Fan vor diesem Synthesizer-Machwerk! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Auch wenn re-ac-tor kaum lohnende Melodien beherbergt, macht das lustvolle Gerocke richtig Laune! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eine halbe Stunde Spielzeit, die durchaus eine Reihe netter Melodiechen enthält - ohne Herausragendes. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eigentlich handelt es sich
bei rust never sleeps nicht um ein "normales" Studio-Album. Denn
der größte Teil dieses Albums ist live aufgenommen. Später
wurde der Zuschauer-Track dann entfernt. Was genau live aufgenommen wurde,
und was nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Für klärende Infos
bin ich da sehr dankbar!
Trotzdem führe ich diese Scheibe aus zwei Gründen hier unter den Studio-Alben auf: 1. Weil sie als solche veröffentlicht wurde. Das zugehörige Live-Album trägt den Namen live rust. 2. Weil es sich ganz sicher um einen Meilenstein in seiner Karriere handelt. Unvergessen, die Textzeile aus my my, hey hey: "It's better to burn out, than to fade away" die dem Leadsänger der Sexpistols (John Lydon / Johnny Rotten) gewidmet ist. Die Songs des Albums live rust sind während seiner 1978er Rust Never Sleeps Tour aufgenommen. Live rust ist sicher eines der ganz großen Live-Alben, nicht nur von Neil Young. Einziger Wermutstropfen: Der Krach, den seine Begleitband Crazy Horse hin und wieder macht, hätte nicht sein müssen - jedenfalls für meinen Geschmack...
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= Top10-Hit (in Deutschland, GB, USA, US R&B, US Country)
brilliant
erinnerbar
neutral
narkotisch
peinigend