Sophie Zelmani
12. Februar 1972 in Stockholm als Sophie Edkvist
Alt. Singer/Songwriter, Pop/Rock, Country, Folk

Götter & Titanen
Songs: 41, Alben: 8, Ø(S/A): 5,13

19959899200203070810?

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Zelmani, Sophie
i'm the rain


2010 58,3%
Alt. Singer/Songwriter
If I Could
The Years
You Can Always Long For May
Ready
Interior Design
Not With You
I'm The Rain
Our Man
It Knows
To Be Forgiven
Song Of The Night
So entspannt und lieblich wie immer. Die Besonderheiten erschöpfen sich leider in ready.
Zelmani, Sophie
the ocean and me


2008 64,6%
Alt. Singer/Songwriter
The Ocean And Me
Composing
Spring Love
Time
Passing By
Wind Took My Sail
Yeah, Ok
Love
I've Got A Suspicion
This Room
July Waits
I Will Be There
 
Zelmani, Sophie
memory loves you


2007 70,1%
Wait for cry
Memory loves you
Broken sunny day
I got yours
Sorrow
How different
Love on my mind
Travelling
Now you know
Shades

 

Zelmani, Sophie
love affair


2003 75,7%
september tears
maja's song
to know you
memories
truth
keep it to yourself
grand as loving
dream gets clear
fade
hard to know
your way
stay with my heart
lost in love
Und wieder haut die hübsche Schwedin ein Album raus... Halt! Völlig falscher Ansatz. Man müsste eher sagen: Sie hält es schüchtern über den Ladentisch und schaut dich fragend an: "Willst du es?"

Wisst Ihr wie das ist, wenn eine Frau einen Mann mit ihrer Beschütz-mich-Ausstrahlung in ihren Bann zieht? Sophie Zelmani macht genau das mit ihrer Musik. Sanft gehauchte, vorsichtig instrumentierte, aber wundervoll fließende Melodien.

Und was man so alles von ihr hört, passt nur zu gut in dieses Bild: Sie lebt in einem Dorf nicht allzu nahe an Stockholm, in dem kaum einer weiß, dass sie singt, "wo die Hauptattraktion ein Restaurant mit Karaoke-Betrieb ist. "Alle singen dort, nur ich nicht.""[1]

Ob ich es will? Natürlich will ich es!

Zelmani, Sophie
sing and dance


2002 87,2%
oh dear
how's your heart doing
going home
people
once
breeze
sing and dance
yes i am
moonlight
gone with the madness
how it feels
Eindrucksvolles Album! Karg aber schön, sehr schön, diese teilweise nur gehauchten Melodien. Dabei schläft man nie ein, weil einen entweder die Hooks verzücken oder beschwingt countrige Töne wach halten.

Mein Tipp: Stereo-Anlage laut stellen, Kerze an, zurück lehnen, Augen zu und genießen!

Die Fülle an geglückten Melodien ist wunderbar! Ein sagenhafter, ruhiger Traum!

Zelmani, Sophie
time to kill


1999 77,7%
my
losing you
nostalgia
time to kill
why
happier man
dreamer
on your way
i don't know
gone so long
fire
Mir liegt "melancholisch" auf der Zunge. Aber ist es das? Nein! Die Stimmung, die Sophie Zelmani mit ihrer sanften Stimme und der warmen aber dezent beschwingten Instrumentierung erzeugt, trifft es nicht. 

Ich denke da eher an eine friedliche Winterstimmung. Warm eingepackt schlendert man durch mit weißem Puderzucker bedeckte Felder, freut sich der Sonne und während Zelmani einem "dreamer, dreamer" um die Ohren säuselt, lässt man einen glücklich tiefen Seufzer los und entspannt sich bei einem Lächeln und dem Gedanken: heute gibt's nichts mehr zu tun!

Zelmani, Sophie
precious burden


1998 91,8%
leaving
black day
precious burden
so long
excuse me
got to stop
before the day's gone
goodbye
foolish
curtain fall
who i am
Diese sanft gefühlvollen Melodien sind zum drin ertrinken! 

Zuerst wird man mit leicht treibenden Akustik-Gitarren entspannt positiv gestimmt, dann säuselt einem Sophie Zelmani derart hübsche Melodien um die Ohren, dass man weltvergessen dahinträumt.

Im "heftigsten" Song black day wird man gegen Ende von einer E-Gitarre entgültig in Abhängigkeit gespielt.

Oh Gott! Ich glaube, ich bin verliebt in diese Musik!

Zelmani, Sophie
sophie zelmani


1995 60,7%
i'd be broken
stand by
there must be a reason
so good
always you
a thousand times
tell me you're joking
woman in me
you and him (string version)
until dawn
i'll remember you
i'll see you (in another world)

Ein anderes Cover.
     
Quelle:
[1] Rolling Stone 2004/2, S.14

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= Top10-Hit (in Deutschland, GB, USA, US R&B, US Country)

brilliant     erinnerbar     neutral     narkotisch     peinigend

Sophie Zelmani
14.4.2004, Prime Club, Köln
Konzert

Stell Dir vor, Du bist schüchtern. Stell Dir vor, Deine Freunde nehmen Dich abends mit in eine Disko. Du machst Dich hübsch. Und stell Dir folgendes vor: unerwartet bist Du das Highlight des Abends. Alle starren Dich an. Unangenehm! Immer wieder treffen Dich Blicke. Sehr unangenehm! Du weißt gar nicht, wo Du hinschauen sollst – ständig verfolgen Dich Augenpaare. Du schaust nach links und nach rechts, aber alle Deine Freunde sind beschäftigt. Oh Gott! Was tun?

So, oder so ähnlich, erging es der armen Schwedin Sophie, weit ab von zu Hause, am 14.4.2004 in der Kölner Diskothek Prime Club. Dabei hatten sie es ihr sogar recht anheimelnd und vertraut eingerichtet, mit etwas zu trinken, einem gemütlichen Holzstühlchen und ein paar Ikea-Kerzen. Allerdings waren ihr Gefährten so hinterhältig, sie nicht einfach nur mit in eine Disko zu nehmen, sondern sie sogar auf die Bühne, mitten ins Rampenlicht zu plazieren. Sehr sehr unangenehm!

Da wurde verzweifelt die Augenbraue gejuckt, die Haare zurecht gerückt, die Lippen verkniffen, hilflos an die Decke gestarrt, ein Blick nach rechts zu Produzent Lars Halapi an der Gitarre, einer nach links zum Keyboard – eben alles, was man so macht, wenn man sich richtig unwohl fühlt, und beobachtet von mindestens 150 Zuschauern. Sehr unangenehm das ganze!

Der Applaus nach den ersten Songs freute und erleichterte sichtlich alle Musiker, auch Sophie, konnte aber nicht zum Entspannen beitragen. Zwischenzeitlich kam ein artiges „thank you“ mal etwas gelassener über ihre Lippen – aber das täuschte: spätestens beim nächsten Instrumentensolo, wusste sie wieder nicht wohin mit ihren Händen, ihren Augen...

Meist hatte man das Gefühl, dieser Sony-Mann Halapi ist der Chef des Ganzen, zumindest der Mann, der auf der Bühne die Fäden in der Hand hält. Seine Gitarrensoli verrieten mehr: Die Leidenschaft, die er an den Tag legte, zeugte von tiefer Verbundenheit mit dieser Musik. Eines wurde klar: Er ist zu einem nicht unerheblichen Teil Vater seiner Töne.

Sophie Zelmani ist nicht die Künstlerin, die auf der Zuschauerklaviatur spielt, die eins mit ihren Fans wird. Das macht nichts! Schließlich waren wir auch nur zum Zuschauen und -hören dort. Wir durften einer Frau lauschen, die statt dessen, am liebsten mit geschlossenen Augen, eins mit ihren Songs war, die diese traumhafte Mischung aus fließenden Melodien, aus Melancholie und Entspanntheit genauso intensiv transportierte, wie sie das auf ihren bisherigen Alben vermochte. Erstaunlich, dass ihre Stirn kaum zerfurcht war – ihre Brauen schienen die Songs mitzuleben...

Das Konzert war Intensität pur. Nur leise, innerlich. Ein Traum! Ein Spaziergang in Winterlandschaft, gewärmt von strahlender Morgensonne. Romantisch verträumt, zwischen Schnee-Engel und Schneeballschlacht. Oh, ich gerate ins Schwärmen... OK, ich geb’s zu: Sophie Zelmani ist für mich zur Zeit die Nummer 1 unter den Songschreiberinnen und –schreibern. Und ich verfluche alle Musikmedien, dass ich diese Frau erst seit ihrem vierten Album kenne!

Zelmani ist auf einer „love affair“-Promotion-Tour, aber sie bedient sich auch aus älteren Alben. Obwohl sie erst fünf Studioalben veröffentlicht hat, scheint ihr Repertoire an geglückten Melodien mittlerweile schier unerschöpflich. Damit lassen sich leicht 90 Minuten Konzert füllen - jede Sekunde ein reiner Genuss!

Wer nicht gegen Ende der zweiten Zugabe ein Autogramm bekam, dem ging die Schüchternheit dann doch etwas zu weit, als Sophie Zelmani nach dem Konzert keine Autogrammwünsche mehr erfüllen wollte. Zu erschöpft. Vom Singen konnte das kaum gekommen sein. Vermutlich vom Stress, den die Menschenmassen bei der zurückgezogen lebenden Dörflerin ausgelöst hatten...

Wenn man für solch entrückt traumhafte Musik so menschenscheu sein muss, dann wollen wir ihr das gerne zugestehen!

Die Photos hat Petra (www.piecesofmylife.de.vu) geschossen und mir freundlicherweise auch zur Verfügung gestellt! Ebenso einen Scan der original Setlist, die sie auch ergattern konnte! Vielen Dank!!!