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Heather Nova |
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1993 |
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Ich weiß nicht, was passiert ist, aber in meinen Ohren ist die einst betörende Sirene zur wehleidigen Jammertante mutiert?! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Um die hübsche Melodie i miss my sky plätschern Songs irgendwo im paradoxen Niemandsland zwischen Melancholie und Pop. Ist redbird zahnlos? Oder ist ihr ein Songreigen geglückt, der Babys nicht erschreckt? Vielleicht wäre die frische Mutter mit einem reinen Kinderlied-Album ihren momentanen Bedürfnissen ehrlicher gerecht geworden?! Aber nein! Laut Pressetext liege ich völlig daneben. Die Songs von redbird hätten eine "rockigere" Umsetzung verlangt als die vom Album storm. Ok, alles ist relativ... Dass redbird hier trotzdem ein Tipp ist, hat sich Heather mit Aufgewärmtem erschummelt: welcome war schon 2001 auf der amerikanischen Version von south, und das Chris Isaak-Cover wicked game glänzt in der überflüssigen Kategorie "Bester Klon". |
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Heather
Nova hat es geschafft, zumindest für's erste, zumindest für
das Album storm: sie ist der weichspühlenden Musikindustrie
mit ihrer seelenlosen Hit-Geilheit entkommen.
Aus der eigenen Tasche hat sie ihre Begleitband finanziert. Aber nicht irgendwelche Musiker, sondern die vielgelobten und von Heather schon lange gemochten Mercury Rev. Sehr karg, sehr gefühlvoll und wenig rockig haben sie das Album arrangiert. Besengewischte Drums, keine programmierten Computer, dezente Gitarrenklänge, und ein Wettstreit zwischen Hammond-Tönen und Heather's Stimme, wer wohl die melancholischeren Klänge zustande bringt... Hin und wieder wird's ein wenig schnulzig... aber was soll's... dieser kleine und selten auftretende Schönheitsfehler verschwindet in der Fülle schöner Melodien! Es ist, wie es ist, und wie es war und bleiben wird: Heather Nova gehört zu den ganz großen Song-Schreiberinnen dieser Zeit. Ob einem die Arrangements gefallen ist natürlich eine ganz andere Frage... Ich hab's gerne spartanisch und auch melancholisch verträumt, und daher bleibt für mich lediglich ein mögliches Fazit: Wunderschön! Zum Vergleichen
& Nachschlagen
"On the road again. A new record, "storm" just out. This one feels good. Feels like what reaches your ears is how I felt it; how I wrote it. Which doesn't always happen. This time it was time to do it independently - no label footing the bill, but total creative freedom and control. Aahhh. I wanted this record to be simle. I seem to be looking for simplicity in every aspect of my life. Simplicity as in "essence". A distillation of words, of thought, of melody. A purity. Uncluttered. Nothing extraneous. And then in the arrangements, allowing a little haze and murkiness only to let the essence shine through all the more brightly." Ach ja, ist das nicht schön! Seufz! So soll's sein! |
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Jetzt
haben wir uns aber vorgenommen so richtig erfolgreich zu werden! Oder,
Heather? Im Vergleich zum Vorgänger siren: Bravere Melodien,
braverer Sound - einfach weniger rockig ist "south".
Heather Nova: "Diesmal habe ich ein Platte gemacht, die wunderbar warm, bodenständig und gradlinig ist." (Quelle: "live in concert", März 2002) Drum-Computer
sind ja nicht aus Prinzip schlecht. Die hat's auf siren auch schon
gegeben, aber wenn sie wie hier zum Teil aufdringlich nach Plastik klingen,
runzelt der Rock-Freund schon mal verwundert die Nasenflügel.
Wenn man sich einmal in die Stücke hineingehört hat, dann findet man jedoch eine handvoll tolle Kompositionen, die zwar nicht ganz die Klasse des Vorgängers siren erreichen - Alles in Allem ist south aber ganz sicher kein Album, dass an Heather Novas Image einer brillianten Song-Writerin kratzen wird. Und im "Global-Vergleich" mit andern Künstlern ist south sicher ein locker überdurchschnittliches Album. Nachtrag:
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Mit solchen Alben erwirbt man sich das Prädikat "begnadete Song-Schreiberin"! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Oyster ist eine Spur
rockiger als ihr Debüt glow stars, und eine große Spur
zielsicherer und mitreißender, was die Melodien angeht. Alleine der
Gänsehaut-Song doubled up wäre den Kauf dieser Scheibe
wert. Dass sich dazu noch fünf weitere Lieder in den Schrein gesellen...
irre!
Besonders ergreifend: island. Hier verarbeitet Heather die Zeit sexueller Misshandlung durch einen Verwandten in ihrer Kindheit. |
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Heather's diffuses Rock/Pop Debüt. Mit my fidelity blitzt schon mal ihr Songwriter-Talent auf, ansonsten stochert sie mit ihren Kompositionen etwas glücklos im Melodie-Nebel. Die Kraft, die in mothertongue steckt, entdeckt man erst auf dem Live-Album blow. Auf glow stars dagegen wirkt es seltsam verschnupft - die meisten anderen Lieder auch. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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= Top10-Hit (in Deutschland, GB, USA, US R&B, US Country)
brilliant
erinnerbar
neutral
narkotisch
peinigend