Leonard Cohen
21. September 1934 in Montreal
Rock, Singer/Songwriter, Folk Rock, Pop

Götter & Titanen
Songs: 8, Alben: 7, Ø(S/A): 1,14

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Dear Heather 2004  
Cohen, Leonard
ten new songs


2001 54,3%
Singer/Songwriter, Folk Rock
in my secret life
a thousand kisses deep
that don't make it junk
here it is
love itself
by the rivers dark
alexandra leaving
you have loved enough
boogie street
the land of plenty
33 Jahre nach suzanne, dem Song, der Leonard Cohen damals zum Frauenschwarm gemacht hatte - neun Jahre nach seinem letzten Album the future, und nachdem er selber fünf Jahre im Kloster verbracht hat, veröffentlicht er nun sein neues Album ten new songs.

Das klingt erstmal nach einer verdammt hohen Messlatte. Auf der anderen Seite geht dieses Album aber mit zwei Handicaps an den Start, die jene Messlatte vermutlich auf ein erträgliches Maß reduzieren. Das erste Handicap dürfte die Erwartungen des Cohen-Fans dämpfen: Die Texte stammen zwar von Cohen, die Musik jedoch nicht - oder nur zu einem verschwindend geringen Teil. Die Session-Musikerin Sharon Robertson zeichnet dafür verantwortlich. Nicht nur das - sie singt auch permanent mit, was nicht abwertend gemeint ist, so dass es sich bei diesem Album eigentlich um ein Duett handelt, und man sich wundert, dass Robertsons Name nicht auf dem Cover auftaucht. 

Nun zum zweiten Handicap, das beim gewöhnlichen Rock-Freund ein spontanes Nase-Rümpfen hervorrufen wird: Die Musik ist fast komplett digital erzeugt. Alles aus Plastik! Muss das sein? Die überraschende Antwort lautet: Das spielt überhaupt keine Rolle! Das ist egal! Warum? Weil diese Klänge nicht zum Hinhören sind, sondern lediglich als Hintergrund fungieren - wie ein permanentes Meeresrauschen. Wenn man den Fehler des genauen Hinhörens macht, klingt es ein wenig nach Herman Van Veen. Aber gut - wir sind ja lernfähig, entspannen uns, und lassen das Rauschen durch uns durch gleiten. 

Was uns beim Entspannen hilft - und damit kommen wir zum Positiven von ten new songs: Die Stimmen von Sharon Robertson und Leonard Cohen ergänzen sich wunderbar. Das an dieser Stelle unvermeidliche Fremdwort: kongenial! Auf der einen Seite die sanfte gefühlvolle Frauenstimme, auf der anderen Seite Leonard Cohen's tiefes, samtig rauhes, finsteres Organ. Und wenn dann noch ordentliche Hooklines dazukommen, wie z.B. bei meinen Favoriten here it is und alexandra leaving,  kann man ganz wunderbar dahinträumen, ohne sich die Kugel geben zu müssen. Denn den Sprung hat Cohen mitlerweile vollzogen: Er klingt endgültig nicht mehr depressiv, sondern perfekt melancholisch.

Fazit: Wenn man in der Lage ist die Musik hinter dem Gesang als einfachen Rhythmusgeber zu akzeptieren, und von ihr keine spektakulären Reize erwartet, und bereit ist, sich von Cohen's und Robinson's Gesang verzaubern zu lassen, dann hat man in ten new songs ein Album, dass komplett durchgehört werden kann, und das sogar das eine oder andere kleine Highlight enthält. Mehr noch: Wenn man die Bedeutung der englischen Verse nicht zwangsweise verstehen muss, dann eignet sich diese Scheibe sicher auch für einen romantischen Kerzenabend zu zweit. Meine persönliche Note: Fünf von zehn möglichen Öhrchen würde ich locker vergeben.

The Future 1992  
Cohen, Leonard
i'm your man


1988 45,7%
Singer/Songwriter, Folk Rock
first we take manhattan
ain't no cure for love
everybody knows
i'm your man
take this waltz
jazz police
i can't forget
tower of song
 
Various Positions 1984  
Cohen, Leonard
recent songs


1979 40,9%
Folk Rock
the guests
humbled in love
the window
came so far for beauty
the lost canadian
the traitor
our lady of solitude
the gypsy's wife
the smokey life
ballad of the absent mare
 
Nach dem "verspectorten" Vorgänger death of a ladies' man kehrt Cohen hier wieder zu seinem ursprünglichen, düsteren Folk-Sound zurück.

Für die Background-Vocals zeichnet u.a. Jennifer Warnes verantwortlich, die 1987 mit dem Cohen-Song first we take manhattan einen Hit hat.

Cohen, Leonard
death of a ladies' man


1977 35,4%
Folk Rock
true love leaves no traces
iodine
paper thin hotel
memories
i left a woman waiting
don't go home with your hard-on
fingerprints
death of a ladies' man
Mit dieser Platte war Cohen selbst nicht zufrieden, da Produzent Phil Spector mit seinem, für Cohen-Verhältnisse zu bombastischen Sound-Mix von den Texten ablenkte. Cohen wird mit den Worten zitiert: "Eine Katastrophe!"

In der Tat: Dieses Album endet seltsam: Der sonst übliche Drang sich von der Brücke zu stürzen, fehlt hier - ungewohnt!

By the Way: 
Am Mikrophon ist u.a. Bob Dylan zu hören.

New Skin for the Old Ceremony 1974  
Cohen, Leonard
songs of love and hate



1971 47,7%
Folk Rock, Psychedelic
Avalanche
Last Year's Man
Dress Rehearsal Rag
Diamonds in the Mine
Love Calls You by Your Name
Famous Blue Raincoat
Sing Another Song, Boys [live]
Joan of Arc
 
Cohen, Leonard
songs from a room


1969 56,5%
Folk Rock, Folk Pop
bird on a wire
story of isaac
a bunch of lonesome heroes
the partisan
seems so long ago, nancy
the old revolution
the butcher
you know who i am
lady midnight
tonight will be fine
 

 
Cohen, Leonard
songs of leonard cohen



1967 62,1%
Pop, Folk Pop, Folk Rock
suzanne
master song
winter lady
the stranger song
sisters of mercy
so long, marianne
hey, that's no way to say goodbye
stories of the street
teachers
one of us cannot be wrong
 
     

 

= Top10-Hit (in Deutschland, GB, USA, US R&B, US Country)

brilliant     erinnerbar     neutral     narkotisch     peinigend